Die Übergangszeit – was kann man tun?

Im Radio hörte ich letztens, wie Männer über das Phänomen Übergangsjacke sprachen. Was soll das eigentlich sein – eine Übergangsjacke? Und warum brauchen Frauen eine wenn nicht gleich einen ganzen Schrank voll davon? Das Argument des Radiosprechers war folgendes: ist es kalt, brauche ich eine Jacke – eine RICHTIGE Jacke, damit ich nicht mehr friere. Ist es warm, brauche ich GAR KEINE Jacke, denn sonst schwitze ich ja. Wann genau soll man also dieses ominöse Kleidungsstück tragen?! Man hörte förmlich das Kopfschütteln des Mannes. Kommentiert wurde es von seiner weiblichen Radiokollegin mit einem „na aber hör mal“ unter Gekicher und einigen Erklärungsversuchen. Denn wir Frauen wissen: die Übergangszeit hat nunmal ihre eigenen Regeln und eine Übergangsjacke ist essentiell in der Garderobe der modernen Frau.

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Als ich dann kurz darauf hier im Wintergarten im Sessel saß und strickte und meine nackten Füße auf dem kalten Fliesenboden froren, kam mir das Thema wieder in den Sinn. Wir haben Fußbodenheizung. Sehr angenehm im Winter (man hat nie kalte Füße) und Sommer (man kann die Füße auf den Fliesen kühlen), aber in dieser vermaledeiten Übergangszeit….. da ist die Heizung aufgrund warmer Frühlingstemperaturen außen innen ausgeschaltet und trotzdem ist es noch so frisch, dass ich doch bitteschön gerne warme Füße hätte! Nun, was mit Jacken funktioniert, funktioniert vielleicht auch an den Füßen – dachte ich so vor mich hin.

Meine Kollegin hat dann den letzten Ausschlag gegeben, als sie mir erzählte, dass sie sich gerne mal Filzpantoffeln stricken würde. Ha! Des Problems Lösung war gefunden! Sind Filzpantoffeln die Übergangsjacken der Füße? Ich musste es herausfinden. Also sind wir zu zweit in den Wolleladen unseres Vertrauens gegangen (zu dem Zeitpunkt durfte man noch raus!) und haben uns jeweils drei Knäuel Filzwolle von Lana Grossa gekauft, Feltro heißt sie. Und gestrickt wurden sie ganz einfach in Streifenfolge von der Ferse beginnend in Reihen und vor dem Zehenteil zur Runde geschlossen. Die Abnahmen wie bei Socken als Bändchenspitze und schon konnten die „Dinger“ in die Waschmaschine.

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Ich trage zu Hause ja eigentlich nie Schuhe, gehe entweder barfuß oder sockig. Doch ich kann hiermit feierlich bestätigen: der Filzpantoffel ist die neue Übergangsjacke für zu Hause.

It’s weekend – baby!

Es ist mittlerweile Mitte April, ein Samstag um genau zu sein. Und eigentlich – wäre heuer nicht 2020 und wir nicht mitten in einer Pandemie – kämen wir gerade eben braungebrannt aus unserem Karibikurlaub zurück. Zwei Wochen unter Palmen, an Traumstränden, Cocktails schlürfen… Nunja, man kann es sich vorstellen. Doch leider kam es ja ganz anders. Das wissen wir alle. Den Urlaub haben wir uns durch die Ausgangsbeschränkungen nur noch per Photoshop humoristisch näher bringen können.

Unser persönliches, normales Leben endete mit dem 10. Geburtstag meines Sohnes am 13.03.2020. Es war der letzte Schultag, bevor in Bayern die Schulen wegen des Virus geschlossen wurden. Seit dieser Zeit hat mein Arbeitgeber auch alle Mitarbeiter ins Home Office geschickt (eigentlich heißt es ja mobiles Arbeiten, aber lasst es uns einfach Home Office nennen). Zum Glück – muss man sagen. Denn während andere Familien knapp bei Kasse durch Lohnausfälle sind oder Kleinunternehmer sich Sorgen um Ihre Existenz machen müssen, läuft bei uns alles (fast) normal weiter. Okay, wir sind seither alle vier zu Hause und das führt dann manchmal zu Spannungen. Aber zumindest müssen wir uns keine existentiellen Ängste machen.

Zu Hause arbeiten, faulenzen, lachen, streiten, Sport machen…. das ist unser neuer Alltag – seit 5 Wochen nun. Für mich Strickbegeisterte ist das jetzt eigentlich ein Glücksfall. Ich habe Zeit zum Stricken und Rausgehen ist eh nur eingeschränkt erlaubt. Juhu!

Einige in der Community haben deshalb einen Weg gesucht, dem „social distancing“, das jetzt in aller Munde ist, zumindest virtuell zu trotzen. Es gibt online „knit nights“, Podcasts, Live-Streams und auch diverse Knit-a-longs. Okay, die hat es ja schon immer gegeben. Aber es sind jetzt ganz viele spontan gestartet worden.

Ich habe mich natürlich mal wieder anstecken lassen. Diesmal von DreaReneeKnits, die von März bis 22. Mai einen Sweater-KAL ausgerufen hat. Voraussetzung: es muss ein Pulloverdesign von Andrea Mowry sein. Nunja, da brauchte ich nicht lange suchen. Ein bequemer Pulli, schlicht und elegant? The Weekender! Und ich gebs auch gleich zu: ja, ich habe dafür extra Wolle bestellt. Diesmal extra flauschige Wolle von Drops Design namens Air in einem zeitlosen Grau.

Der Weekender wird inside-out gestrickt. Das heißt, man strickt ihn glatt rechts, am Ende wird dann aber die linke Seite nach außen gedreht. In der Anleitung steht, dass das Design einen positiv-Aufschlag von 10-25cm auf den Körperumfang vorsieht. Das war mir dann aber zu weit. Ich habe deshalb den Pullover mit gerade mal 5cm Aufschlag gestrickt. Im Handumdrehen war der Pullover fertig, ich konnte ihn in die entsprechende Ravelry Forengruppe posten und seither ist meine Home Office Garderobe um ein Teil erweitert.

PS: auch am Weekend – also zum Beispiel jetzt gerade – trage ich ihn, denn er ist perfekt, um sich darin in der Übergangszeit einzukuscheln. Und wenn ich so darüber nachdenke, waren die letzten zwei Wochen Osterferien hier zu Hause eigentlich sehr schön. Doch die Karibik – die entdecken wir dann hoffentlich nächstes Jahr.

Wunschpullover für den Herren

Ich habe ja schon einmal erzählt, dass ich mit dem Unisex Modell „Jen“ bei meinem Freund keine große Begeisterung auslösen konnte und dass ich deshalb für künftige Herrenpullover lieber ihm die Auswahl überlassen habe.

Die Anleitung für einen dieser Pullover heißt „Twilight“ und ist aus dem Hause Garnstudio Drops Design, welches ja für viele kostenlose Anleitungen steht. Passend wie in der Anleitung angegeben, habe ich mir die Wolle Drops Lima – eine Wolle aus 65% Wolle und 35% Alpaca – online bestellt.

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Die Textur eignet sich hervorragend, um mit diesem Garn Muster zu stricken. Und auf jeden Fall wird das fertige Stück damit auch schön kuschelig warm.

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Die Konstruktion des Pullovers ist folgendermaßen aufgebaut: gestrickt wird zunächst in Runden von unten nach oben beginnend mit dem 1×1 Rippenbündchen. Am Unterarm wird dann in Vorder- und Rückteil getrennt und nacheinander nach oben weitergearbeitet. Vorne wir dann wegen des V-Ausschnitts nochmal in linke und rechte Schulter getrennt. Im oberen Teil des Pullovers wird ein Perlmuster gestrickt.

Mit den Ärmeln wird ebenso verfahren. Auch diese werden in Runden von unten nach oben gestrickt und durch Zunahmen vergrößert.

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Peter sind die Ärmel ein wenig lang geworden. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie in der Anleitung sich ein wenig schoppen, er die Ärmel aber lieber glatt anliegen hat. Doch wir werden sie dennoch so lassen. Mit Umschlagen geht es ganz gut.

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I have already told you about that unisex sweater „Jen“, which I originally made for my boyfriend. But I needed to change my opinion and finished it for myself, because he didn’t like the design of the sweater. So I let him choose the pattern for the next time and he took a pattern named „Twilight“ from Drops Design. The recommended yarn in the pattern is Drops Lima and I ordered it online. Drops Lima is 65% wool and 35% alpaca – very smooth and very warm.

The construction of the sweater begins with knitting in the round from bottom to top, working a 1×1 ribbing first. In the upper part you make a seed stitch pattern and separate the front and back part. You do the same with both sleeves and in the end you close all gaps and sew the sleeves on the body sides.

This time, Peter is confident with his sweater. The sleeves are a bit too long for him. This happened, because in the pattern, the sleeves are thought to be a bit slouchy along the arms and my boyfriend prefers to have his sleeves flat on his arms. Well, he capsizes them, and everything’s perfect.

Wie die Tochter so die Mama

Ich wollte gerne für die kleine Emilia wieder einen Kinderpullover als Weihnachtsgeschenk stricken. Das macht einfach total viel Spaß, denn man kann aufgrund der geringeren Maschen und der damit verbundenen Zeitersparnis gegenüber einem Erwachsenenpullover total gut experimentieren und mal was Neues ausprobieren. Ich entschied mich für das Modell Bangle, das ich mir auf ravelry herunterlud. Ich habe so ein schönes Farbverlaufsgarn namens Twister bei hobbii.de gesehen, das mit seinen tollen Mädchenfarben super zu Emilia passen würde. Und als ich so darüber nachdachte, fand ich die Farben und das Modell für die Mama Sabrina auch sehr passend. Also beschloss ich spontan, dieses Modell nicht nur als Kindermodell zu stricken, sondern auch einmal – mit der gleichen Wolle – als Erwachsenenpullover. Das Tolle: die Anleitung ist für insgesamt 6 Kindergrößen und 7 Erwachsenengrößen geschrieben! Wahnsinn! Da ist auf jeden Fall immer die passende Größe dabei.
Insgesamt ist das Fair Isle Stricken für mich immer noch eine Herausforderung. Vom Prinzip her verstehe ich natürlich die Vorgehensweise und auch das Einhalten der richtigen Fadenspannung auf der Rückseite gelingt mir ganz gut. Allerdings schaffe ich es einfach nicht, beide Fäden gleichzeitig auf meinen Fingern bereit zu halten und gleichmäßig abzustricken. Gut, in Runden, in denen annähernd einmal nach jeder Masche gewechselt wird, geht es ganz passabel, aber wenn die Maschenanzahl zwischen den zwei Farben zu stark abweicht beim Wechseln, dann geht es gar nicht mehr. Also bin ich während des Strickens dieses Pullovers dazu übergegangen, den Faden jedes Mal neu aufzunehmen. Das hat natürlich ganz schön Zeit gekostet! Aber am Ende finde ich nun das Resultat sehr schön, ich bin froh, mich für dieses Modell entschieden zu haben.
Größe von Emilias Pullover: 4-5 Jahre (sie ist erst 2, aber Sabrina hat mir einen Referenzpullover vorher ausgemessen)

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Größe von Sabrinas Pullover: S

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Neckisch finde ich – abgesehen von dem tollen Muster im oberen Bereich – die engen Armbündchen, die mit den rechts verschränkten Maschen ein sehr zartes, einheitliches Bild ergeben. Einfach nur schön! Da werde ich mir selbst bestimmt auch mal einen machen.

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Weihnachten 2019 – Ein Rückblick

Zunächst wünsche ich allerseits ein gesundes neues Jahr 2020 mit vielen kreativen Momenten.
Die Feiertage sind vergangen wie im Flug. Leider waren dieses Jahr die zwei (kleinen) Kinder mit ihrem Vater zwei Wochen im Urlaub und deshalb an Weihnachten und Silvester nicht zu Hause. Der Urlaub war für die Kinder bestimmt toll, ich habe auch per whatsapp von ihnen ein paar sehr schöne Fotos zugesandt bekommen. Aber für mich als daheimgebliebene Mama ist so ein Weihnachtsfest ohne Kinder natürlich irgendwie komisch. Nun gut, so ganz stimmt das ja nicht. Wir hatten immerhin das Glück, dass uns die großen Kinder gleich zweimal an Weihnachten besucht haben. Da hatten wir endlich mal wieder die Gelegenheit miteinander etwas Zeit zu verbringen.
Und selbstgemachte Geschenke gab es von mir natürlich auch. Die möchte ich gerne zeigen. Es sind ein paar schöne Sachen geworden, ich bin selbst sehr zufrieden damit.

Zum einen habe ich aus wunderschön weicher, creme-weißer Merinowolle von Schachenmayr eine Zopfmustermütze gestrickt. Das Besondere an dieser Mütze sind meiner Meinung nach die weit auseinander laufenden Zöpfe, bei denen jeweils 5 Maschen überkreuzt werden. Das gibt dem Ganzen eine Weite und lässt die Zöpfe auch irgendwie flacher erscheinen. Gemeinsam mit der kleinen Anna haben wir dann noch einen passenden Fellimitat-Bommel ausgesucht und schon war das erste Geschenk fertig.

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Für die Schwiegermama habe ich aus 6-fädiger Tweedwolle ein paar Socken gestrickt. Leider war ich am Ende ein wenig spät dran und es war schon dunkel, als ich das Paar fertig hatte und dann eingepackt habe. Deshalb habe ich kein Foto davon. Im Prinzip waren es Socken in glatt rechts, die allerdings seitenverkehrt auf der Außenseite ein einfaches Zopfmuster hatten. Ich werde das Ganze mal als Anleitung aufschreiben und dann gibt es bestimmt auch noch Bilder dazu.

Für unsere große Anna habe ich auch ein Geschenk gestrickt. Eine Decke für ihr Schlaf- oder Wohnzimmer. Vor ca. einem Jahr hat sie bei uns zu Hause die große gehäkelte Granny-Square Decke gesehen und den Wunsch nach einer selbstgestrickten Decke geäußert. Also habe ich mir entsprechende Wolle herausgesucht und ein möglichst zeitloses Design gewählt, das nicht altbacken wirkt. Gestrickt werden bei dieser Decke Streifen, die dann am Ende zusammengenäht werden. Immer zwei Fäden werden miteinander kombiniert, so ergeben sich bei zwei eingesetzten Grundfarben insgesamt drei Farbtöne. Ich finde das Resultat sehr gelungen und die Weichheit und Wärme des eingesetzten Paintbox Baby DK war definitv die richtige Entscheidung. Unser Niclas hat sich auch gleich darin einkuscheln wollen 🙂

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Zu guter Letzt habe ich in der Vorweihnachtszeit noch zwei Pullover gestrickt. Aber diese zwei Projekte verdienen einen eigenen Blogpost – coming soon.

Hund, Katze, Maus – äh, Ratte

In diesem Jahr habe ich nicht nur Kleidungsstücke gestrickt oder gehäkelt. Ich habe auch so einiges an Getier fertig gestellt. Meistens ist der Anlass für solche Projekte, dass ich etwas schönes Selbstgemachtes verschenken will.
Und so wurden am Ende dann vier lustige Tierchen daraus.
Anfang des Jahres 2019 musste ein Geschenk für einen kleinen, frischgeborenen Erdenbürger her. Peters Friseurin hat ihre Tochter zur Welt gebracht und er wollte ihr gerne ein kleines Kuscheltier schenken. Da kam es uns sehr gelegen, dass es im Handel um die Ecke ein Strickset für einen Hund zu kaufen gab. Das Set beinhaltete alles, was man für das Stricken brauchte: Wolle (glatte und flauschige) in den jeweiligen Farben, Vernähfaden und eine Anleitung. Ich bin mit allem sehr gut zurechtgekommen. Allerdings ist es manchmal schon etwas tricky in dem Flauschgarn die Übersicht zu behalten 😉 Der Hund ist nicht perfekt. Ich bin an manchen Stellen nicht wirklich zufrieden. Irgendwie ist das mit der Form oder der Positionierung der Gließmaßen nicht so mein Ding. Aber letzten Endes hoffe ich, ist er wenigstens kuschelig genug, um der kleinen Luise zu genügen.

Im April stand dann das nächste Geschenk an. Diesmal war es nur ein Kleinprojekt und das Beste daran: die Beschenkte ist selbst dem Handarbeiten zugetan. Wir kennen uns von der Arbeit her und haben uns dort auch immer wieder über Handarbeiten ausgetauscht. Jedoch auch oft genug über gute Bücher, die wir uns gegenseitig empfohlen und ausgeliehen haben. So kam ich zu „Das Genie“, welches am Anfang flüssig zu lesen war, dann aber gegen Ende immer zäher und zäher. Ich wurschtelte mich also so durch und es ging ans Zurückgeben. Gerade in dieser Phase hatte meine Kollegin/Freundin auch Geburtstag und wir waren eingeladen. Die perfekte Gelegenheit für mich, nicht nur ein schönes Geschenk auszusuchen, sondern auch gleich das Buch zurückzugeben. Nebenbei erwähnt: ich verschenkte „Tunesisch häkeln für Anfänger: der bunte Einstieg in ein neues Hobby“ und mit ein wenig Distanz kann ich es empfehlen für alle, die sich mal ans tunesisch häkeln wagen wollen. Tolle Anleitungen, Schritt für Schritt, schöne Bilder, viele Anleitungen.
Für das Buch, das ich ihr zurückgab, gab es dann das kleine Tierchen, von dem ich eigentlich berichten möchte: eine Leseratte 🙂 fand ich irgendwie sehr passend! Und schnell gehäkelt ist dieses kleine, süße Geschenk allemal.

Die Runde wird von zwei japanischen Katzen komplettiert. Die Anleitung dazu ist kostenlos im Internet verfügbar und ich habe diese schon seit Ewigkeiten auf meiner ToDo-Liste stehen. Also ran an die Häkelnadeln und losgehäkelt. Im Prinzip ist die Konstruktion des Tieres recht einfach, definitiv auch für Häkelanfänger geeignet. In die „große“ Katze habe Kichererbsen im unteren Teil des Körpers und an den Beinenden eingefüllt. Diese fallen nicht durch die Ritzen, sind ein Naturprodukt und geben dem Tier die nötige Standfestigkeit. Die „kleine“ Katze hat Helena als Mitbringsel zu Ostern bekommen.



This year I haven’t only knit oder crocheted things to wear, but also some kind of toys. Most of them have been presents for friends. All together I finished four funny animals.
In the beginning of 2019, Peter needed a present for the newborn daughter of his hairdresser. In the store around the corner, they sold a knitting package to work a little dog and I thought that’s perfect for her. The package contained all you need to make the dog: different yarn (fluffy and even one) in certain colors and a pattern. It was easy to follow the pattern, only with the fluffy yarn it was hard to follow the progress sometimes. The finished dog is not perfect. I am not confident with the result. As I found out, it seems to be hard for me to manage the positioning of arms and legs so that the dog looks naturally in the end. Well, I hope it will be a cozy friend for that little baby girl Luise anyway.
In April, I needed a present for a good friend and colleague of mine. She loves crocheting and knitting as I do, so my motivation to make something beautiful for her was great. We talked a lot about knitting in the past but also a lot about books and reading. She gave me a book “the genius” to read. In the beginning the story was easy to follow but in the end I had to force myself to finish it. I did it and when she had her birthday party in April, I wanted to bring it back to her – with a little add-on. I crocheted a book-rat. It’s fun and easy, I can recommend it to you, if you need a present for readers.
And then, there have been two Japanese cats, which I crocheted this year. The little one was a gift for Helena and the bigger one now lives in my sons room. I wanted to crochet this pattern since years. It is available for free in the internet and easy to follow, even for crocheting beginners. I filled chickpeas in the bottom of the body and in the lower region of the legs. So the cats gets a good weight to sit or for funny positions you will let her do.

Fledermaus auf Reisen

Wie ich euch schon berichtet habe, nutzte ich meinen Geburtstag im Mai, um mir Wolle schenken zu lassen. So konnte ich an neuen „Stoff“ geraten und gleichzeitig meinen Vorsatz halten.

Wahrscheinlich habe ich noch nie erwähnt, dass ich seit 4 Jahren eine Mädchenmannschaft im Fußball trainiere. Dazu gekommen bin ich, weil meine Tochter mit 8 Jahren beschloss, Fußball zu spielen und ich bei den Trainingseinheiten die zwei super-engagierten Trainerpapas mit knapp 40 Kindern auf dem Platz sah. Ob ich ein wenig zuschaute oder die ein oder andere Übung anleitete – das würde ja eigentlich keinen Unterschied machen. Für diese Altersklasse reicht mein Fußballwissen definitiv noch aus. Also war ich plötzlich Teil des Trainerteams. Daraus wurden nun 4 Jahre. Vorweggenommen sei, dass ich zum Saisonende „meine“ Mädels nun abgegeben habe. Fachlich kann ich ihnen langsam einfach nicht mehr so viel mitgeben und bekanntlich kehren neue Besen ja auch besser 😉 das Schöne: da meine Tochter immer noch mit großer Begeisterung spielt, sehe ich alle Mädels noch regelmäßig bei den Spielen und Turnieren und kann sie mächtig anfeuern.
Warum erzähle ich das? Weil ich den Pullover, den ich heute zeigen werde, auf einer Auswärtsfahrt gestrickt habe. Auswärtsfahrt? Wie lange dauert so was? Wohin musstet ihr denn fahren?!
Ja, genau! Die Fahrt war sehr lange 😀
In unserer Stadt pflegen wir eine aktive Städtepartnerschaft zu einer Kommunalgemeinschaft in Frankreich, einer Stadt in Italien und einer in Polen. Jedes Jahr findet an Pfingsten ein internationales Fußballturnier statt, zu dem eben auch die Partnergemeinden eingeladen sind. Und dieses Jahr richteten unsere französischen Freunde das Turnier aus. Es galt also eine Anreise von 1300 Kilometern zu überbrücken. Unsere polnische Partnerstadt fuhr auch dorthin und machte einen Zwischenstopp bei uns, so dass wir eine Busgemeinschaft bilden konnten.
Unsere Kinder waren super drauf im Bus, alles verlief tiptop (sie sind ja auch nicht mehr ganz so klein) und so hatte ich in der Tat genügend Zeit während der Busfahrt zu stricken. Ich habe mir das Recycled Yarn von wearekniters mitgenommen und eine Anleitung von The Wool Mood namens Calvi gearbeitet. Es ist ein Pullover im Fledermaus-Look. Von der Konstruktion her wird von oben nach unten gestrickt. Ausgedehnte Raglanzunahmen führen zu einem großen Umfang. Dieser wird nach dem Trennen der Ärmel vom Körperteil noch ein wenig nach unten geführt und dann durch stetige Abnahmen wieder auf passenden Körperumfang reduziert. Hauptsächlich also glatt rechts. Während der Pfingsttage vor Ort in Frankreich ruhte das gute Stück in meinem Rucksack und ich muss sagen, die Müdigkeit auf der Heimfahrt hielt mich dann am Ende doch noch etwas auf. Bis auf das Kragenbündchen habe ich den Pullover aber tatsächlich in ca. 20 Arbeitsstunden fertig bekommen.
Das Garn trägt sich toll auf der Haut. Ich möchte nochmal daran erinnern, dass dieser Pullover in seinem vorherigen Leben eine Jeans war. Hat irgendwie was Nachhaltiges und bequem ist es auch noch. Die Wärmeregulierung beim Tragen ist fantastisch. Man friert nicht und man schwitzt aber auch nicht. Allerdings sind die Fasern doch etwas schwerer, würde mal sagen wie ein klassisches Baumwollgarn. Ich bin jedenfalls davon begeistert und kann mir vorstellen noch weitere Kleidungsstücke daraus zu stricken.
Batwings on tour
As I have already told you, I used my birthday in May to get some new yarn without breaking with my resolution.
I think I probably have never told you, that I am spending lots of time in being a spare time coach of our girls’ soccer team for 4 years now. I began to train them, when my 8yo daughter decided to play soccer. And when I saw these two motivated coach-daddies with nearly 40 kids, I decided for my part to help them a bit. That couldn’t be worse than only watching them with lot of work while training. Well, now I am doing this for 4 years! But to anticipate – I let them go to another coach this year in July at the end of the season. I think I can hardly tell them new things to bring them forward in that age. And the good thing is: my daughter still plays soccer there so I can watch and cheer them anyway.
Why do I tell you all that? Because I knitted the sweater, which I want to show you today, in the bus on an away game. What?! How far do you have to drive?
Well, this time – very far! 😀
In our city we care for town friendships with several places in Europe. There’s a city in Italy, in Poland and also in France. Every year on Whitsun, there is an international soccer tournament and this year it took place in France. So we had to do a 1300km bus journey to get there. Fortunately, our polish friends went there, too, and made a stop in our city and took us with them. In the bus, our kids have been very polite and every thing was very funny. I had a lot of time for my knitting project. I used Recycled Yarn by weareknitters and worked a sweater pattern by The Wool Mood named Calvi. Of course, while we have been in France, my sweater waited patiently in my luggage. But I finished the sweater in around 20 workhours – except the upper cuff.
The yarn is very smooth on my skin. I want to remember you, that this sweater has been a jeans in its former life. Very conscious! When I wear it, it has a fantastic warm/cold regulation. The yarn is a bit heavy, I think it is similar to pure cotton. But I love it and I can imagine to do other projects with that yarn.