Um die Ecke kuscheln

Das schönste am Winter ist doch das Kuscheln, oder? Vorzugsweise mit einer Tasse Tee, einem guten Buch, eingewickelt in eine warme Decke, vor dem Kamin und draußen schneits. Gut, dieses Jahr lässt der Schnee noch auf sich warten, aber den Rest könnte man ja trotzdem schon einmal zelebrieren.

Mit diesem eigentlich recht einfachen, aber wie ich finde doch auch sehr effektvollen Muster via ravelry.com habe ich uns eine Decke gestrickt. Wie ihr ja alle schon wisst, ist türkis eine meiner Lieblingsfarben. Beim Aussuchen der Farben konnte ich wiedermal nicht widerstehen – türkis musste mit! 😉 Es gesellt sich zur unauffälligen Grundfarbe beige, begleitet von dunkelbraun und petrol. Um den doch ziemlich hohen Garnverbrauch bei so einer Decke kostengünstig zu gestalten, habe ich mich diesmal für McWool von Lana Grossa in der Qualität „Merino 100“ entschieden.

Besonders erwähnen muss ich noch folgendes: Man kann so eine Decke ja an der kleinsten Spitze beginnen. Dann werden es alle zwei Reihen zwei Maschen mehr. Auf diese Art(zumindest im Grundprinzip) habe ich Anna’s knallorangenen Poncho gestrickt. Am Anfang geht diese Methode sehr schnell, doch durch die stetige Maschenzunahme werden die Reihen länger und länger. Irgendwann fragt man sich, ob das Teil überhaupt jemals fertig werden wird. Ganz anders aber dieses Muster: hier werden zu Beginn 300 Maschen angeschlagen und alle zwei Reihen zwei Maschen abgenommen. Das Ergebnis ist am Ende das Gleiche, aber die Motivation, wenn jede Reihe schneller geht, ist unglaublich! Ich kann jedem nur empfehlen Dreiecke oder Quadrate auf diese Weise zu stricken! 😉

Die fertige Decke hat die Maße 135 x 135 cm und ist zumindest für’s alleine Kuscheln groß genug.

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Mega-Projekt gestartet

Heute möchte ich euch erzählen, dass ich begonnen habe etwas ganz Großes zu machen. Groß im Sinne der Ausmaße, aber auch groß im übertragenen Sinn, denn in diesem Projekt werden am Ende ganz viele Gedanken und Emotionen stecken.

Wie einige von euch vielleicht wissen bauen wir dieses Jahr ein Haus – naja, eigentlich haben wir mein Elternhaus von oben her abgerissen und ein Stockwerk draufgesetzt. Wir schätzen, dass wir ca. April/Mai 2014 damit fertig sein werden und unsere Behausung im Keller verlassen werden, um oben zu wohnen. Natürlich werden in vielen Räumen auch neue Möbel stehen, die Einrichtung auch vom Stil her zu vorher ändern.

Wir haben uns bereits ein Bett gekauft, das noch verpackt in der Garage geduldig wartet. Dieses Bett ist 180 x 200 cm groß und ohne Schnörksel einfach nur weiß. Und genau für dieses Bett möchte ich gerne eine Tagesdecke anfertigen. Die Maße dieser Decke werden dann ca. 220 x 240 cm sein, also schon etwas größer :D.

Ich habe beim Stöbern auf Ravelry eine Decke „Bear’s Rainbow Blanket“ entdeckt, die wie geschaffen für mein Projekt ist und ich war sofort verliebt darin.

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So oder zumindest so ähnlich soll die Decke am Ende aussehen, natürlich auch größer. Ich habe ausgerechnet, dass ich bei der Größe, die ich im Sinne habe, 440 Quadrate benötige! Ich werde am Ende also rund 10,8 KILOMETER (!!!) Wolle nur für die bunten Quadrate verarbeitet haben. Diese Zahlen habe ich mir erst mal auf der Zunge zergehen lassen und bin nochmal in mich gegangen, ob ich das wirklich machen will. Mir war ab diesem Zeitpunkt klar, dass es sich hierbei um ein Projekt handelt, für das ich wahrscheinlich länger als ein ganzes Jahr brauchen werde.

Aber dennoch: die Antwort lautet – JA, ich will diese Decke auf jeden Fall machen.

Und dann kam mir noch die allerbeste Idee überhaupt: was wäre, wenn die Wolle dafür nicht von MIR ausgesucht werden würde, sondern von allen möglichen, Freunden, Bekannten, Verwandten? Also allen, die vielleicht an meinem Geburtstag oder zu Weihnachten auf der Suche nach einer Kleinigkeit für mich sind?!

Beim Garn für die Decke habe ich mich wegen der angegebenen Maschenprobe nun auf eines festgelegt, von dem es sehr viele Farben gibt: Lana Grossa Cool Wool Merino superfein 160m/50g.

Ich habe meiner Kollegin/Freundin Saby gleich davon erzählt und sie war ebenso begeistert wie ich von der Idee. Ich war regelrecht ausgeflippt, als sie mir ganz spontan sogar noch dieses Weihnachten meine ersten zwei Knäuel für meine „Endlos-Freundschafts-Decke“ schenkte. Der Anfang ist gemacht 🙂

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„Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!“ – Lao Tse

Eine Decke für Milan

Endlich hatte ich die Gelegenheit mal etwas anderes für das erwartete Baby meiner Freundin zu stricken. Lange musste ich warten, bis sich in meinem Freundeskreis die ersten Kinder ankündigten.
Also sollte es eine Decke sein. In Filati Infanti fand ich wunderschöne Anleitungen (übrigens auch für Anfänger geeignet) von diversen Decken, Stramplern, Jacken, Hosen und so weiter.
Ich entschied mich für diese eine, schlicht gehaltene Decke in Weiß mit Lochmuster.
Als Garn wählte ich Baumwolle, damit die Decke auch hohe Wasch-Temperaturen aushalten kann. Als Mutter weiß man das selbst am besten wie es ist, wenn einem der Nachwuchs den Karottenbrei direkt auf die neuen Klamotten spuckt und dann der entsetzte Blick auf das „nur Handwäsche“-Schildchen fällt 😉
Den Nachteil der Baumwolle spürte ich nach 40 cm Decke dann allmählich…. sie wurde ziemlich schwer. Nichtsdestotrotz vollendete ich das Stück gerade rechtzeitig vor Weihnachten 2010 und ich selbst finde der Aufwand hat sich gelohnt.