Einhörner und Regenbogen

Zu Weihnachten wurde ich nicht nur von meinem Vater mit der schönen Wolle aus Amerika beschenkt, auch meine Tochter wollte mir dieses Jahr erstmals etwas kaufen. Was lag da also näher als ein Knäuel Wolle 🙂 Der Plan war, dass wir gemeinsam in der Stadt im Wolleladen unseres Vertrauens ein Knäuel Sockenwolle aussuchen wollten, aus dem ich mir dann selbst ein Paar Socken stricke.

Dreimal dürft ihr raten, für welche Farbe sich meine 11-jährige Tochter entschieden hat: Regenbogen! Oder auf neudeutsch: rainbow color! Zur Zeit muss im Leben meiner Tochter ja alles glitzern, mit Sternenstaub bestäubt sein oder zumindest ein Einhorn in Ihrem Zimmer leben. Und diese Wolle drückt genau das aus. Wahrscheinlich war sie der Meinung, dass ihre Mama durchaus etwas von dieser Wunderwelt und dem Staunen in ihr Leben lassen sollte. Also kauften wir das Knäuel (Lang Yarns Mille Colori Socks & Lace ) und ich bekam es zu Weihnachten von ihr geschenkt.

Jetzt im Januar habe ich die Wolle mit in die Arbeit genommen, wo ich immer in meiner Pause ein paar Runden hinzustricke. Ich möchte mir daraus quietschbunte Sneakersocken machen, die oben ein umgeschlagenes Bündchen haben.

Ich kam gut damit voran, kein Muster und keine Anleitung waren nötig. Vor allem finde ich aber faszinierend, dass ich echt jedes Mal über die Farbe grinsen muss, wenn ich die Wolle in Händen halte. Der Zauber von Regenbogen und Einhörnern ist also schon auf mich übergegangen 🙂 Und wer weiß, vielleicht hinterlasse ich beim Tragen dieser Socken ja einen Sternenstaubschweif!

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I didn’t only receive this beautiful yarn from America, which I got on Christmas by my dad, my daughter wanted to buy me something (first time this year), too. So I thought, a skein of yarn would be the best she could gift to me 🙂 We planned to buy one, when we visited our local favorite sock yarn store here and then I wanted to knit myself a pair of socks in the colors she chose. Guess, what color my eleven year-old took?! Rainbow-color! Everything in her life currently has to glitter, needs to be covered by stardust or at least a unicorn has to live in her room. This wool is exactly expressing this attitude of life. Probably she is thinking, that her mum should take part in that glittering world, too. Thus we bought it and I got it for Christmas.

In January I took the wool with me to work where I can knit every day in my break some rounds. I decided to do very colorful sneaker socks with a double-laid cuff.

I made good progress and didn’t need any pattern. Very fascinating for me is, that her plan really works. Every time when I see this yarn, a little smile comes out on my face. The miracle of rainbow and unicors infected me already 🙂 And who knows, maybe I am leaving a hint of stardust behind me while wearing these rainbow-socks!

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Planungen für den Herbst/Winter 2016

Ein neuer Knit-a-Long steht vor der Tür: Designerin Isabell Kraemer veranstaltet nun zum dritten mal Ihren Herbst-KAL „Take your pick“. Im Zuge dieses Events bietet sie allen interessierten Strickerinnen einen Discount von 20% auf Ihre Anleitungen an.

Das ist natürlich eine günstige Gelegenheit sich Gedanken über künftige Projekte zu machen. Vor zwei Wochen habe ich begonnen an einem Herrenpullover zu arbeiten. Jen – so der Name des Musters – von Josée Paquin ist eigentlich ein Damenmodell, wobei ich finde, dass es eher ein Unisex-Modell ist. Weder Schnörkel noch Abnahmen im Taillenbereich deuten darauf hin und deshalb bin ich sicher, dass man den Pullover auch als Mann dank des V-Ausschnitts über einem Hemd tragen kann.

Der sogenannte „ombre“-Look, den viele Frauen dieses Jahr in den Haaren trugen, setzte sich teilweise auch in der Mode durch. So habe ich des Öfteren schon T-Shirts gesehen, die einen Farbverlauf von oben nach unten haben. Diesem Trend folgend, wird der Herrenpullover auch einen vertikalen Farbverlauf, bestehend aus 4 Farben, erhalten. Das Garn ist Supersoft von Holst.

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Mit dem Körper bin ich nun schon fast fertig und so konnte ich ganz entspannt ein bisschen auf Ravelry stöbern, ob mir das eine oder andere Modell von Isabel für ihren KAL gefallen würde. Eine ganz wichtige Rolle in der Entscheidung spielt die Verwendung bereits vorhandener Wolle. Ich habe mir nämlich vorgenommen bis Ende des folgenden Jahres nur noch (oder fast nur noch) Wolle aus meinem Vorrat zu verstricken und zu neuen Projekten zusammen zu stellen. Bis Ende 2017 möchte ich meinen Vorrat um 50% verkleinern.

Dennoch weiß ich natürlich, dass man manchmal ein Knäuel ergänzen muss, damit es mit anderen zusammen zu einem kompletten Projekt werden kann und das möchte ich auch nicht ausschließen.

Nun, hier also die Auswahl an Projekten für die kommenden Wochen. Zwei davon habe ich für den KAL von Isabel veranschlagt, „Ship ahoy“ für Niclas und „on the beach“ für mich.

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Und sollten meine zwei Knäuel Nice&Knit Wolle in der Farbe „surf“ bald ankommen (hängt mal wieder von der Bearbeitungszeit des deutschen Zolls ab), dann versuche ich mich auch noch an „Stream“ für den KAL.

Knitalongs – die neue Handarbeitssucht

Wie ich ja schon gestern in meinem Beitrag über die Verträglichkeit von Sonne und Wolle angedeutet habe, habe ich für mich was Cooles, Neues entdeckt – KNITALONGS! Ein Hoch auf das 21. Jahrhundert!

Najaaaaa, neu im Allgemeinen wäre wohl übertrieben. Knitalongs gibt es wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten, aber für mich ist es eine Neuentdeckung. Mit Sicherheit hat das Internet stark zur Entwicklung solcher Events beigetragen. Was vor 40 Jahren noch der Stricktreff in Oma’s Wohnzimmer war, zu dem sich die Nachbarin auf einen Kaffee gesellte, ist heute virtuell die Diskussionsgruppe eines Knitalongs im Internet. 😉
Das Tolle daran ist die räumliche (und größtenteils auch zeitliche) Unabhängigkeit, mit der man an dieser Gemeinschaftsaktion teilnehmen kann. Das ist vor allem für Menschen wie mich von Vorteil, die aufgrund von Kindern, Haushalt und Job zeitlich eingeschränkt ihr Hobby betreiben bzw. nachts um 1 Uhr eben nicht immer eine Handvoll Mitmenschen finden, die sich spontan auf eine Strickrunde treffen würden. Zudem kommt man mit Strickerinnen „all over the world“ in Kontakt. Und noch einen positiven Aspekt haben diese Knitalongs: gerade Stricker/-innen, denen während eines Projekts mal die Puste ausgeht oder die gerne von den ganzen Ideen im Kopf abgelenkt werden, kommt der zeitlich begrenzte Rahmen dieser Events zugute und man ist einem gewissen positiven Druck ausgesetzt das Angefangene auch zeitnah zu beenden.

Und so stürze ich mich seit kurzem explizit auf derartige Gemeinschaftsprojekte. Einer davon ist der „Summer Sweater knit a Long“ der beiden „Nice and knit“-Mädels aus Amerika. Kara und Katie führen einen Strickblog, dem ich seit ca. zwei Jahren begeistert folge und seit ungefähr einem halben Jahr verkaufen die beiden auch ihre eigene, handgefärbte Wolle über ihren etsy-shop. Gestartet hat der Knitalong gestern und wird Ende Juli enden. Ziel dessen ist es in diesen sechs Wochen ein Oberteil-Projekt (Pulli, Top, T-Shirt o.ä.) auszuwählen und anzufertigen. Ausgetauscht wird sich dann über den jeweiligen Strickstatus bei ravelry. Ich werde anlässlich dieses Events ein Sommer-Bustier aus Lana Grossa’s Perla machen, diesmal aber in kräftigem persian red. Und soweit bin ich damit schon gekommen:
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Ha! Das ist aber noch lange nicht alles ;-D
Es gibt nämlich auch noch eine Steigerung dieser knitalong-Geschichten! Nämlich sogenannte Mystery-Knitalongs! Wow, jetzt wird’s geheimnisvoll. Bei dieser Art des Projekts weiß man mit Beginn noch nicht wie das fertige Produkt aussehen wird. Immerhin weiß man was man da überhaupt strickt…. also, ob es ein Pulli, eine Decke oder ein Schmusetier wird. Doch alles was man zu Beginn bekommt ist eine Einkaufsliste 😉
Und dann geht’s los. Woche für Woche werden neue Muster, neue Abschnitte des Strickstücks preisgegeben und man darf gespannt miterleben wie es wohl am Ende werden wird.
Natürlich musste ich auch gleich an so einem Mystery-knitalong teilnehmen! Wir stricken gemeinsam eine Decke. Sie besteht aus 48 Quadraten und wird mit einer Bordüre noch umrandet. Nachdem ich diese Decke als Geschenk anfertige kann ich hier noch keine weiteren Details preisgeben. Ist dann sozusagen für alle Leser auch ein Mystery-Projekt 😛

Ein vernebeltes Bild, mehr gibt’s im Augenblick nicht.

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