O sole mio!

Manch einer erinnert sich vielleicht noch an meinen ersten Seashore Pullover, den ich während eines Knitalongs der Designerin Isabell Krämer gestrickt habe. Mir gefiel vor allem das Modell von MilleMiliani, die den Farbteil als Farbverlauf strickte.

Mein Pullover ist super geworden damals, nur leider habe ich beim Waschen einen großen Fehler gemacht und mir lief das gute Stück ordentlich ein. Nach der ersten Frustration habe ich zwei Lösungen gefunden: 1. der Pullover passte meiner Tochter und sie trägt ihn auch ganz gerne

 

und 2. ich mache mir einen neuen Seashore

Und genau das habe ich gemacht. Für den Farbverlauf wählte ich diesmal keine Blautöne, sondern ein Wollbonbon in heiteren Farben namens Sonnenschein – von rotorange bis gelb verlaufend. Bei der Hauptfarbe blieb ich wie beim ersten Pullover auch schon bei Holst Coast in der Farbe Dove.

Passend zu denn sonnigen Sommerfarben nahm ich das Projekt 2017 mit nach Italien in unseren Urlaub. Sowohl auf der Fahrt im Auto als auch dann in der Zeit am Pool habe ich erfahrungsgemäß genügend Muße, um zu stricken und am Ende der zwei Wochen war bereits der Körperteil komplett fertig 🙂

Als wir wieder zu Hause waren, hatte ich aber plötzlich gar keine richtige Lust mehr an diesem Projekt weiter zu arbeiten. Ich gestehe – Ärmel sind sowieso etwas, das ich nicht so gerne stricke. Mich nervt das, wenn man das Strickstück immer wieder drehen muss, um mit Sockennadeln in der Runde zu stricken. Entweder der KReis beim Rundstricken ist größer (eben so ähnlich wie im Körperbereich) oder aber dann lieber hin und zurück in Reihen. Allerdings muss man ja dann den Ärmel zusammen nähen am Ende und das gefällt mir nun auch wieder nicht so gut. Außerdem sieht es nicht so gut aus, als wenn man pro Runde einfach eine linke Masche als „Naht“ einarbeitet.

Lange Rede, kurzer Sinn: mein halbfertiger Pullover landete in meiner WIP-Truhe und verblieb dort ein ganzes Jahr!

Es ist schon erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht. An so etwas merkt man es dann erst recht.

In diesem Sommer (also 2018) habe ich dann in wenigen Tagen meine zwei Ärmel gestrickt und den Kragenabschluss fertig gemacht. Es war keine große Sache mehr und im Nachhinein verstehe ich mich selbst gar nicht – dass ich das schöne sonnige Teil so lange aus den Augen verloren hatte.

Am Ende stattete ich dem ortsansässigen Perlenladen noch einen Besuch ab, um Knöpfe in passendem Orange zu finden. Glücklicherweise liegt dieser genau gegenüber meines Lieblingswolle-Laden 😀

Das Ergebnis ist ein sehr schöner, schlichter Pullover in tollen warmen Farben. Und ganz sicher wird dieser nur noch per Hand gewaschen. Ich verwende dazu übrigens das super gut riechende Soak im Duft Celebration.

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Maybe some of you remember my first Seashore Sweater, which I knitted while a Knitalong of this patterns‘ designer Isabell Krämer. I liked the project of MilleMiliani very much, who knitted the colored part with a gradient yarn. 

My sweater became a very beauty, but I did a great mistake when I washed it the first time, so it shrunk a lot. After first frustration I found two solutions: 1. the sweater fits my daughter now and she likes to wear it, too, and 2. I make myself a new Seashore 

So I did! For the gradient I didn’t choose shades of blue this time. Instead I used a Wollbonbon in bright colors going from redorange to yellow. For the main color I took Holst Coast in colorway Dove again. Fitting to the bright sunny colors, I began to knit on my holidays in Italy 2017. Normally I have enough time and silence to knit on the long trip or besides the pool. So I finished the body after the two weeks holiday :-) 

When we were back at home, I suddenly had no intention to continue on that sweater. I must confess, that I do not really like to knit sleeves at all. I am annoyed to turn around the knitted stuff all the time while knitting in the round with sock dpns. Either the round is bigger as it is when knitting the body or I prefer knitting forth and back in rows. But, then you have to sew the sleeve together in the end and this I also do not like. The other problem by sewing is the look. It is much more pretty to have this little purl stitch every round than a sewed stitching. 

To cut a long story short, the sweater was put in my WIP-chest for over a year! 

Time flies by so fast and you realize it sometimes with that kind of thing. 

This summer (2018) I knitted both sleeves and the upper cuff within a few days. At least it was not a big thing and by viewing back, I cannot understand myself – why I have lost that beautiful sunny sweater out of my eyes for such a long time. 

In the end I visited a pearls shop nearby to buy a fitting button in orange for the back of the sweater. The result is a very pretty sweater in warm colors and will be washed by hand for sure. By the way, I always use SOAK Celebration for it. It smells soooo good.

 

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Ship ahoy!

Es ist mal wieder Zeit für die Teilnahme an einem Knitalong.

Wie ich bereits erzählte, habe ich mir ja ein paar Projekte für Isabell’s Knitalong vorgenommen. Und begonnen habe ich mit dem Modell „Ship ahoy!“ für meinen Sohn.

Farblich ist es eher ein Experiment, denn ich habe noch so ein paar hübsche Wollbonbons zu Hause. Wollbonbons sind Merinowolle-Knäuel, die einen Farbverlauf besitzen. So hat meine Wahl einen Übergang von grün nach blau bzw. umgekehrt.

Und dazu habe ich ganz einfach Holst Coast in der Farbe Dove kombiniert.

Wie immer ist auch diese Anleitung von Isabell leicht verständlich geschrieben und weist ein paar witzige Details auf. So wird bei ship ahoy! die Schulter nahtlos gestrickt, in dem man ein sogenanntes „provisional cast-on“ vornimmt. Bei dieser Art die Maschen aufzunehmen bleiben am Anschlag offene Maschen auf einem Hilfsfaden bestehen, die man dann nachträglich wieder aufnehmen kann und an dieser Stelle weiterstricken kann.

Das zweite kleinere Highlight sind die Bündchen, die im broken seed stitch Muster gearbeitet werden. Eigentlich ist es nichts anderes als eine Reihe rechts, links und die Rückreihe dann nur links. So entstehen kleine Unterbrechungen des Musters, was meines Erachtens sehr nett aussieht. Im Gegensatz zur Original Anleitung habe ich sowohl den Kragen als auch die Armbündchen mit der farbigen Wolle gestickt.


Schon bald konnte sich mein Kleiner über einen neuen Pullover freuen. Und ehrlich….er freut sich darüber! Einer der wenigen in meiner Familie, der selbstgestrickte Kleidungsstücke liebt.

Es macht mich vor allem deshalb so glücklich, weil er so viel Freude daran hat. Und ganz objektiv bin ich auch recht zufrieden mit diesem dünnen, weichen Pullover für Nic.

Ship ahoy!

It’s time again for me to take part in a KAL.

As I told you before, I decided to do some projects within Isabell’s Knitalong. And so I began with model „ship ahoy!“ for my son.

Regarding my colorchoice it is more an experiment, because I have still some of these beautiful Wollbonbons here in my stash. Wollbonbons are merino yarn skeins with a nice color gradient in it. Mine has a gradient from green to blue.

This comes together with a neutral skein of Holst Coast, colorway Dove.
As always, also this pattern is easy and well-written by Isabell and has some nice, tiny details in it. The shoulder part of ship ahoy is knitted seamless, because you work a provisional cast-on and so you can take the stitches back onyour needles later at that point.

The second highlight are the cuffs. It is not an easy rib-pattern, they are knitted in broken seed stitch pattern what looks very nice in my opinion.
I changed the color of the collar and the cuffs to my contrast-color.

It didn’t take long to finish this sweater for my son and he’s really happy with it. He is one of all my family members who always loves self-knitted clothes.
His happiness about getting new selfmade stuff is what makes me happy in the end.

But I am kind of satisfied with the result itself of course, this thin, smooth sweater for Nic.

Sommerpullover mit Farbverlauf

Wiedermal im Forum von ravelry entdeckte ich im Bereich von der Designerin Isabell Kraemer ein fertiges Projekt von MillieMilliani, bei welchem sich sofort der Wunsch in mir hegte, auch so einen Seashore-Pullover für mich zu machen. Gut, grün ist jetzt nicht so meine Farbe, aber die Idee mit dem Farbverlauf bei den Streifen gefiel mit sehr gut. Ich fragte mich allerdings wie sie es hinbekommen hatte die Streifen im Ärmel an die des Körperbereichs anzupassen. Hatte sie mehrere Knäuel? Ich habe in meinem Wollvorrat ein Wollbonbon in einem wunderschönen blauen Farbverlauf und endlich wusste ich, was ich aus dieser besonderen Wolle stricken wollte. Zusammen mit dem dünnen COAST Garn von HOLST, schlug ich also diesen Raglan-Pullover an.

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Ich muss sagen, obwohl die Wolle ja sehr dünn ist, ließ sie sich zügig verstricken und ich gewann Zentimeter um Zentimeter hinzu. Was die Problematik mit dem Farbverlauf an den Ärmeln anging (ich hatte ja nur das eine Knäuel), wandte ich mich direkt an MillieMilliani, die mir sogleich eine ausführliche, nette Antwortnachricht schickte. Der Trick ist ein einfacher: ich maß die Länge an Garn ab, die ich für eine bestimmte Anzahl an Maschen benötigte. War ich dann an der entsprechenden Stelle eines Streifen im Körper angekommen, errechnete ich anhand Maschenanzahl und Rundenanzahl die Länge des Garns, die ich pro Ärmel von meinem Hauptknäuel abschneiden und beiseite legen musste. So hatte ich am Ende des Körpers 2×3 kleine Wolleknäuel, die der entsprechenden Farbtiefe im Körperbereich entsprachen.

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Gegenüber der Anleitung von Isabell fügte ich noch 5 Zentimeter Länge hinzu, weil ich die Pullover gerne etwas länger trage. Von der Griffigkeit war ich übrigens von Holst Coast und meinem Wollbonbon total begeistert. Das Strickstück ist soooo weich! Man möchte es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Und so machte ich mich dann auch zügig an die Ärmel, weil ich doch endlich diesen Pullover anziehen wollte 🙂

Nach 12 Wochen (was für mich wirklich ziemlich schnell ist) hielt ich meinen Pullover dann endlich in Händen und knipste noch schnell zwei Selfies vor dem Spiegel, bevor ich den Pullover zum Waschen gab. Seht ihr meinen Gesichtsausdruck auf dem Selfie? Genauso zufrieden wie ich gucke, bin bzw war ich auch mit meinem Resultat.

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Once again I saw a beautiful finished project on ravelry, it was in the forum of the designer Isabell Kraemer. It was a Seashore sweater made by MillieMilliani and I wanted to work one for my own. Well, green is not my color at all, but the idea with the color gradient was great. I asked myself how she could work the stripes on the sleeves in the same way as the body stripes. Did she have several skeins? I knew I have one skein of a wonderful gradient yarn in my stash, called Wollbonbon, in my favorite-color blue and then I knew what I wanted to work out of it together with HOLST COAST. Short after I had that idea, I casted on my Raglan.

Although the yarn I choosed was really thin, I made good progress on it. The problem with the gradients of the sleeves (I only had one skein of the Wollbonbon) could be solved easily. I wrote a message to MillieMilliani, asked her how she handled it and got instantly a very warm and informative answer from her. The solution was very easy. I calculated the length of yarn I used for a certain amount of stitches. And when I had finished a stripe on the body, I cut the yarn, measured the calculated length for one sleeve-stripe off the skein and so I got in the end 2×3 little yarn packages for later.

I changed the pattern only by adding 5 centimeters length on the body as I use to wear my sweaters and shirts a bit longer. The softness of the yarn is, by the way, absolutely fantastic. It is soooo smooth on the surface! You don’t want to lay it besides so soft is it. And so I finished my sweater after 12 weeks since casting on (that’s really fast for me). I was so happy about it, that I couldn’t wait for good weather or someone to do the photos. I made two selfies before I washed my sweater. Do you see my smile? This is exactly what I felt about the result and how it turned out.